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Südkoreanische Banken verschärfen die Regeln für 'Kreditaufnahmen zur Aktienanlage', Goldman Sachs rät Kunden, sich gegen Abwärtsrisiken am koreanischen Aktienmarkt abzusichernAm 16. Juni sind die Risikosignale am südkoreanischen Aktienmarkt nicht mehr nur auf das „zu schnelle Ansteigen“ beschränkt. Noch entscheidender ist, dass ein Teil des Geldes, das den Markt antreibt, aus Kreditdarlehen und Überziehungsrahmen stammt, und dieser Finanzierungsweg wird von den Banken zunehmend eingeschränkt. Große südkoreanische Banken haben zunächst Hypothekendarlehen begrenzt und greifen nun auch auf Kreditdarlehen, Überziehungsrahmen und Internetkreditzugänge zu – mit dem klaren Ziel, das Leihen für Aktieninvestitionen zu unterdrücken. Goldman Sachs-Händler Alvin So merkte in einem Kundenmemo an, dass die Logik hinter AI und Halbleitern weiterhin stark ist und die Bewertungen attraktiv bleiben, aber „eine neue strukturelle Dynamik am Markt wichtiger geworden ist als je zuvor.“ Diese Dynamik bezieht sich auf die Verstärkungseffekte, die durch gehebelte ETFs und Derivatepositionen entstehen. Die zentrale Botschaft ist nicht, südkoreanische Tech-Aktien sofort zu shorten, sondern den Kunden zu raten, Kern-Long-Positionen beizubehalten, diese aber durch Optionen gegen kurzfristige Rücksetzer abzusichern. Die Zahlen sind extrem: Die Vermögenswerte südkoreanischer gehebelter ETFs haben etwa 40 Milliarden US-Dollar erreicht, das entspricht rund 2,6 % der frei handelbaren Marktkapitalisierung; die implizite Volatilität südkoreanischer Optionen ist auf etwa 80 % angestiegen, im Vergleich zu etwa 20 % vor einem Jahr; der Skew nähert sich Höchstständen und die Volatilitäts-Termstruktur ist invertiert. Mit anderen Worten: Steigende Aktienkurse haben die Risikopreise nicht gesenkt, sondern sind gemeinsam mit der Volatilität deutlich angestiegen. Auch die Kreditseite kühlt zeitgleich ab. Im vergangenen Monat stiegen die Haushaltskredite im gesamten südkoreanischen Finanzsystem um 9,3 Billionen Won, wobei Kreditdarlehen im Mai um 3,4 Billionen Won zunahmen, während sie im April um 900 Milliarden Won zurückgingen. Nachdem der regulatorische Notfallmechanismus aktiviert wurde, haben die Banken schrittweise Kreditlimits festgesetzt, einige Kanäle ausgesetzt und ungenutzte Überziehungsrahmen reduziert. Wenn weiterhin Aktienmarktpositionen durch kurzfristige Darlehen und gehebelte ETFs aufgebaut werden, besteht die eigentliche Gefahr nicht nur in einer gewöhnlichen Kurskorrektur, sondern im gleichzeitigen Auftreten von Finanzierungsengpässen und Positions-Neuausrichtungen.