Welche Aktien hat Warren Buffett zuletzt gekauft? Portfolio-Update Q3 2025
Die Finanzwelt blickt jedes Quartal gespannt auf die SEC-Einreichungen von Berkshire Hathaway, um die Frage zu beantworten: Welche Aktien hat Warren Buffett zuletzt gekauft? Als einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten liefert Buffett mit seinen Entscheidungen oft wichtige Indikatoren für unterbewertete Branchen und langfristige Markttrends. Laut dem jüngsten 13F-Filing für das dritte Quartal 2025 (veröffentlicht im November 2025) zeigt sich eine deutliche strategische Neuausrichtung, die sowohl technologische Innovationen als auch klassische Substanzwerte umfasst.
Top-Neuzugang im Portfolio: Alphabet Inc. (Google)
Die wohl spektakulärste Antwort auf die Frage, welche Aktien Warren Buffett zuletzt gekauft hat, ist der Einstieg beim Tech-Giganten Alphabet. Nachdem Buffett jahrelang betonte, das Geschäftsmodell von Google nicht rechtzeitig verstanden zu haben, hat Berkshire Hathaway nun eine massive Position aufgebaut.
Details zum Einstieg bei Alphabet
Berichten von Finanzanalysten zufolge erwarb Berkshire Hathaway im dritten Quartal 2025 etwa 17,8 Millionen Aktien der Alphabet-A-Klasse. Das Investitionsvolumen beläuft sich schätzungsweise auf 4,3 bis 4,9 Milliarden US-Dollar. Dieser Schritt markiert eine der größten Einzelinvestitionen in den Technologiesektor seit dem massiven Einstieg bei Apple vor einigen Jahren.
Strategische Bedeutung für Berkshire Hathaway
Analysten deuten diesen Kauf als Anerkennung der Marktdominanz von Google im Bereich der digitalen Werbung und der führenden Rolle bei der KI-Infrastruktur. Buffett setzt damit auf Unternehmen, die über einen tiefen „Burggraben“ verfügen – ein Kernkonzept seiner Investmentphilosophie. Die Integration von künstlicher Intelligenz in die Google-Suche und Cloud-Dienste scheint nun auch das Vertrauen des „Orakels von Omaha“ gewonnen zu haben.
Historischer Kontext der Entscheidung
Interessanterweise hatten Warren Buffett und sein verstorbener Partner Charlie Munger bereits im Jahr 2019 öffentlich bedauert, Alphabet nicht früher gekauft zu haben. Der aktuelle Kauf zeigt, dass es laut Buffett nie zu spät ist, in ein qualitativ hochwertiges Unternehmen zu investieren, sofern die Bewertung und die langfristigen Aussichten stimmen.
Aufstockungen bestehender Positionen im Jahr 2025
Neben kompletten Neuzugängen hat Buffett auch bei bewährten Unternehmen nachgelegt. Dies unterstreicht sein Vertrauen in bestimmte Sektoren trotz der volatilen Marktlage im Jahr 2025.
Finanz- und Versicherungswesen: Fokus auf Chubb
Berkshire Hathaway erhöhte seine Beteiligung am Versicherungsriesen Chubb Limited um etwa 16 %. Versicherungen gelten traditionell als Buffetts Spezialgebiet, da sie stabilen Cashflow generieren. Diese Aufstockung signalisiert eine positive Einschätzung der Preismacht im Versicherungssektor.
Konsumgüter und Medien
Zusätzlich wurden die Positionen bei Domino’s Pizza und dem Satellitenradio-Anbieter Sirius XM leicht ausgebaut. Diese Unternehmen zeichnen sich durch starke Markennamen und eine loyale Kundenbasis aus, was genau in Buffetts Beuteschema passt.
Signifikante Verkäufe und Reduzierungen
Wer wissen will, welche Aktien Warren Buffett zuletzt gekauft hat, muss auch darauf schauen, was er verkauft hat, um Kapital freizusetzen. Im dritten Quartal 2025 gab es hier überraschende Bewegungen.
Teilverkäufe bei Apple und Bank of America
Obwohl Apple mit einem Wert von über 60 Milliarden USD weiterhin die größte Position im Depot bleibt, wurde der Anteil um rund 15 % reduziert. Ähnlich verhielt es sich bei der Bank of America. Experten sehen darin jedoch kein mangelndes Vertrauen, sondern eher ein taktisches Rebalancing und Gewinnmitnahmen zur Erhöhung der Cash-Reserven.
Komplette Liquidationen: Signal für den Immobilienmarkt?
Besonders auffällig war der vollständige Ausstieg beim Hausbauer D.R. Horton. In Finanzkreisen wird dies als Zeichen für eine skeptische Haltung gegenüber dem US-Immobilienmarkt gedeutet, der unter anhaltend hohen Zinsen leidet.
Hintergrund: Das 13F-Filing und die SEC-Meldepflicht
Die Informationen darüber, welche Aktien Warren Buffett zuletzt gekauft hat, basieren auf den sogenannten 13F-Filings. Institutionelle Anleger mit einem verwalteten Vermögen von über 100 Millionen US-Dollar sind gesetzlich verpflichtet, ihre US-Aktienpositionen vierteljährlich gegenüber der Börsenaufsicht SEC offenzulegen. Da diese Meldungen erst bis zu 45 Tage nach Quartalsende erfolgen müssen, spiegeln die Daten die Bestände mit einer gewissen Zeitverzögerung wider.
Die Ära nach Buffett: Greg Abels Einfluss
In der Finanzcommunity wird zunehmend diskutiert, ob die neuesten Käufe – insbesondere der Fokus auf moderne Technologie wie Alphabet – bereits die Handschrift von Greg Abel, Buffetts designiertem Nachfolger, tragen. Auch die Portfoliomanager Todd Combs und Ted Weschler gewinnen an Einfluss und bringen eine modernere Note in das traditionelle Value-Portfolio von Berkshire Hathaway ein.
Marktreaktion und Fazit für Anleger
Nach Bekanntwerden der Käufe reagierten die Märkte prompt. So verzeichnete die Alphabet-Aktie kurzzeitig einen Sprung von rund 4 %. Dennoch sollten Anleger vorsichtig sein: Ein blindes „Nachkaufen“ von Buffetts Positionen ist riskant, da sich die Kurse oft bereits an die Nachrichten angepasst haben. Zudem verfolgt Berkshire Hathaway einen Anlagehorizont von Jahrzehnten, der nicht immer mit den Zielen privater Trader übereinstimmt.
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